Handwerkskammer Südthüringen

Ausbildungsprüfungen

Grundsätzlich gibt es, je nach Ausbildungsberuf, eine Zwischenprüfung und eine Gesellen- oder Abschlussprüfung. Durch diese Prüfungen weist der Lehrling nach, dass er für die Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit geeignet ist

 Alles rund um die Prüfung







Gestreckte Gesellenprüfung

Neugeordnete Berufe (z.B. Berufe im Metall- und Elektrobereich) haben eine andere Prüfungsform, die gestreckte Gesellenprüfung.
Hier ist die Zwischenprüfung zur echten Prüfung umgestaltet, deren Note zu einem bestimmten Prozentsatz (25 -40%) in die Abschluss-/Gesellenprüfungsnote einfließt.
Die Prüfung wird damit in zwei zeitlich auseinander fallende Teile gegliedert:

  • Teil 1 nach 24 Monaten und
  • Teil 2 am Ende der Ausbildungszeit.






Anmeldung und Zulassung zur Gesellenprüfung

Anmeldung


Der Antrag auf Zulassung zur Prüfung hat schriftlich nach den von der Handwerkskammer bestimmten Anmeldefristen und -formularen durch den Ausbildenden mit Zustimmung des Lehrlings zu erfolgen.



Der Anmeldung sind beizufügen:

  • Bescheid über die Teilnahme an vorgeschriebenen Zwischenprüfungen
  • Ausbildungsnachweisheft
     

 Die Anmeldefrist für die Sommerprüfung endet am 15. März

 Die Anmeldefrist für die Winterprüfung endet am 15. Oktober



Zulassung


Zur Gesellen-/Abschlussprüfung ist zuzulassen: 

  • wer seine Ausbildungszeit zurückgelegt hat oder wessen Ausbildungszeit nicht später als zwei Monate nach dem Prüfungstermin endet,
  • wer an vorgeschriebenen Zwischenprüfungen teilgenommen sowie vorgeschriebene Berichtshefte geführt hat und 
  • wessen Berufsausbildungsverhältnis in die Lehrlingsrolle eingetragen ist.

 

Gestreckten Gesellenprüfung:

Zum Teil 2 der Gesellen-/Abschlussprüfung wird zugelassen, wer am Teil 1 teilgenommen hat. Dies gilt nicht, wenn der Auszubildende aus Gründen, die er nicht zu vertreten hat, am ersten Teil der Prüfung nicht teilgenommen hat.

 In diesem Fall ist der erste Teil der Gesellen- bzw. Abschlussprüfung zusammen mit dem zweiten Teil abzulegen. (z.B. Externe Prüflinge)







Vorzeitige Zulassung

Der Lehrling kann nach Anhörung des Ausbildenden (Ausbildungsbetrieb) und der Berufsschule vor Ablauf seiner Ausbildungszeit zur Gesellenprüfung bzw. Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn  der Ausbildungsbetrieb und die Berufsschule überdurchschnittliche Leistungen (Note 2) bestätigen.





Externe Prüfung

Zur Gesellenprüfung bzw. Abschlussprüfung ist auch zuzulassen, wer nachweist, dass er mindestens das Eineinhalbfache der Zeit, die als Ausbildungszeit vorgeschrieben ist, in dem Beruf tätig gewesen ist, in dem er die Prüfung ablegen will. (bei 3-jähriger Ausbildungszeit, mindestens 4,5 Jahre)

Hiervon kann abgesehen werden, wenn durch Vorlage von Zeugnissen oder auf andere Weise glaubhaft gemacht wird, dass der Bewerber Kenntnisse und Fertigkeiten erworben hat, die die Zulassung zur Prüfung rechtfertigen.

Ausländische Bildungsabschlüsse und Zeiten der Berufstätigkeit im Ausland sind dabei zu berücksichtigen.





Wiederholungsprüfung

 Wurde die Prüfung nicht bestanden, kann diese zweimal wiederholt werden.

Bereits bestandene Prüfungsteile oder -fächer sind nicht zu wiederholen, wenn Sie sich innerhalb von 2 Jahren zur nächsten Prüfung anmelden.

Wir empfehlen bei einer nicht bestanden Prüfung eine Lehrvertragsverlängerung. Dazu ist ein Antrag vom Auszubildenden  beim Ausbildungsbetrieb zu stellen. Die Verlängerung des Ausbildungsverhältnisses ist bei der Handwerkskammer Südthüringen einzureichen.









Prüfungskosten

Grundsätzlich sind Prüfungen für die Lehrlinge kostenfrei.

Prüfungsgebühren und eventuell anfallende Mehrkosten (z. B. Miet-, Materialkosten, Aufgabensatz) werden vom Ausbildungsbetrieb übernommen.

Externe Prüflinge oder Prüflinge ohne Ausbildungsvertrag tragen die Kosten selber.

Die Höhe der Gebühren richtet sich nach dem aktuell gültigen Gebührenverzeichnis der Handwerkskammer Südthüringen.









Stefanie von Nordheim

Teamleiterin Prüfungswesen

Rosa-Luxemburg-Straße 7-9
98527 Suhl