Ilona Böttcher, Kathrin Theofe und Stefanie von Nordheim (v.l.n.r.) mit der Urkunde zum Ausbildungsversprechen.
HWK
Ilona Böttcher, Kathrin Theofe und Stefanie von Nordheim (v.l.n.r.) mit der Urkunde zum Ausbildungsversprechen.

Das erste Ausbildungsversprechen in Südthüringen

Am 30. September wurde der Geschäftsführerin der FIGARO GmbH, Ilona Böttcher, und der Ausbilderin Friseurmeisterin Katrin Theofel die erste Urkunde "Ausbildungsversprechen" überreicht.

Die Übergabe der Urkunde durch die Abteilungsleiterin Bildung der Handwerkskammer Südthüringen, Stefanie von Nordheim, fand im Salon "Kristallpassage" in Meiningen statt. Es war das erste von vielen "Ausbildungsversprechen" im Südthüringer Handwerk. Weitere werden folgen.



Das Ausbildungsversprechen

Mit dem „Ausbildungsversprechen“ bietet die Handwerkskammer Südthüringen ihren Ausbildungsunternehmen im Südthüringer Handwerk die Möglichkeit, sich öffentlich und wirkungsvoll zur Umsetzung weitreichender Qualitätsstandards in der Ausbildung zu bekennen. Nur wenn es gelingt, in Zeiten des demographischen Wandels und des altersbedingten Ausscheidens der Fachkräfte, qualifizierte Nachwuchskräfte in ausreichender Zahl für das Handwerk zu gewinnen, kann der Fachkräftebedarf auch im Südthüringer Handwerk mittel- und langfristig gesichert werden und dies erreichen die Ausbildungsunternehmen durch eine aktive und gute betriebliche Ausbildungsqualität.

Die Ausbildungsunternehmen verpflichten sich zu fünf starken Leitsätzen für Ausbildung mit hoher Qualität und richten ein Versprechen an ihre Auszubildenden, dass Sie

  • für eine qualitativ anspruchsvolle Ausbildung stehen deren Inhalte, sie mit Sorgfalt und hohem Engagement vermitteln,
  • zeitgemäß und individuell auf das Berufsleben vorbereiten und sicherstellen, dass ihre Auszubildenden in die betrieblichen Abläufe integriert und dabei persönlich begleitet werden,
  • vertrauensvoll und fair miteinander umgehen,
  • ihre Arbeit mit einer offenen und respektvollen Kommunikation begleiten, Probleme ansprechen und gemeinsam lösen,
  • Verantwortung übernehmen, bei Problemen unterstützen und den Auszubildenden intensiv auf das Berufsleben und die Prüfungen vorbereiten.

 

Hintergrund

Die Ausbildungssituation im Südthüringer Handwerk wird von Jahr zu Jahr herausfordernder. Viele Unternehmen können bereits heute ihre Ausbildungsplätze nicht mehr besetzen. Sinkende Schülerzahlen und der nach wie vor ungebremste Trend zum Studium verschärfen den Wettbewerb um gute Auszubildende im Handwerk und damit die Fachkräfte von morgen. Ein erfolgreiches Ausbildungsunternehmen zeichnet sich durch eine hohe Ausbildungsqualität aus. Gute Ausbildung wirkt sich nicht nur positiv auf das Prüfungsergebnis aus, sondern hilft entscheidend Abbrüche zu verringern. Auszubildende, die mit ihrer Ausbildung zufrieden sind, bleiben langfristig auch als Fachkräfte in den Handwerksunternehmen und sind die besten Werbebotschafter im privaten Umfeld, sowohl für das Unternehmen selbst als auch für das gesamte Handwerk.

Stefanie von Nordheim

Leiterin Berufsbildung

Rosa-Luxemburg-Straße 7-9
98527 Suhl