Symbolbild_Hochwasser
Pixabay

Handwerk für den Wiederaufbau nach der Flut

Online-Plattform organisiert handwerkliche Hilfe für den Wiederaufbau nach der großen Flut 2021

Die Unwetterkatastrophe im Juli 2021 hat unfassbares Leid und Zerstörungen von nie dagewesenem Ausmaß in weite Teile von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gebracht. Auch über ein Jahr nach Flut und Hochwasser geht es immer noch um die Aufarbeitung des Geschehenen. Gerade jetzt - mit einem gewissen Abstand - wird immer deutlicher, dass der Wiederaufbau insbesondere in den Kammerbezirken Aachen, Koblenz und Köln eine Generationenaufgabe ist.

Unglaubliches ist schon geschafft, auch dank des Einsatzes des Handwerks vor Ort. Die Aufgabe ist jedoch derart gigantisch, dass es auf absehbare Zeit nicht ohne die engagierte Hilfe weiterer, ortsfremder Handwerksbetriebe gehen wird.

Vor diesem Hintergrund wurden in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zwei Landesinitiativen auf den Weg gebracht. Beide haben das Ziel, Handwerksunternehmen aus nah und fern zeitweise für den Wiederaufbau der schwer geschädigten privaten und öffentlichen Infrastruktur zu gewinnen.

Zentraler Baustein ist die Marktplatz-Plattform www.handwerk-baut-auf.de

Auf dem Online-Marktplatz können sich alle Betriebe registrieren lassen, die nachweislich bei einer Handwerkskammer eingetragen und bereit sind, Aufträge in den Flutgebieten anzunehmen oder "kollegiale Hilfe" zu leisten. In Kürze wird es zudem für Auftraggeber möglich sein, konkrete Projekte als Gesuche vorzustellen.

Das Handwerk sieht sich bundesweit derzeit großen Herausforderungen gegenüber und natürlich ist das Verständnis hierfür auch in den Flutgebieten groß. Angesichts des Ausmaßes der Zerstörung versichern die Initiatoren allerdings: Jede helfende Hand ist hochwillkommen. Die Solidarität und die Empathie, die das Handwerk unmittelbar nach der Katastrophe gezeigt hat, hätten sie tief beeindruckt und in ihrer Hoffnung bestärkt, nun daran anknüpfen zu können.