2023_1-2_06 - Felix Schneider ist der Beste
ZDH

Jeden Tag etwas Neues mitnehmen

Felix Schneider holt den PLW-Bundessieg nach Südthüringen

Vielseitigkeit, detektivische Neugier und tägliches Dazulernen – Das sind die Aspekte, welche für den 26jährigen Kraftfahrzeugmechatroniker Felix Schneider aus Eisenach seinen Beruf so interessant machen. Vermutlich aus genau diesem Grund ist es ihm auch gelungen, den diesjährigen Bundessieg im Kfz-Handwerk nach Südthüringen zu holen.

„Es war ein unerwarteter Sieg, aber es ist ein sehr schönes Gefühl!“, freut er sich und ist dabei doch unerwartet selbstkritisch. Noch Tage danach habe er über die einzelnen Aufgaben intensiv nachgedacht und überlegt, was er schneller oder effizienter hätte machen können. Wer wünscht seinem Auto beim nächsten Werkstattbesuch nicht so eine hingebungsvolle Betreuung?

16 Prüfungen hatte Felix zu bewältigen, von der HU-Vorbereitung bis hin zum Ausmessen eines kompletten Motors. „Man hatte auf die Sekunde genau immer nur 20 Minuten Zeit und musste teilweise wirklich Gas geben, um den Lösungsansatz zu finden“, erläutert er die große Herausforderung beim PLW. Und wie hat er sie so herausragend bewältigt? „Ich hatte nicht mal ein halbes Jahr vorher erst meine Gesellenprüfung gehabt und danach Teil 1 vom Meister, wo ich auch viel mit dem Oszilloskop und dem Fehlerauslesen zu tun hatte. Das war die ideale Voraussetzung und eine gute Übung“, lobt er seine Ausbildung.

Am Ende brachte Felix Schneider der PLW nicht nur einen Pokal ein, sondern vor allem auch neue Erfahrungen: Er lernte neue Ausbildungsstätten kennen, neue Verfahren und neue Kollegen. „Ich habe heute noch Kontakt zu drei, vier Mitteilnehmern aus Schleswig-Holstein und Bayern, mit denen ich mich auf Anhieb gut verstanden habe“, blickt er zufrieden zurück.

Im Juni will Felix Schneider seinen Meister in der Tasche haben. Danach strebt er – Wen überrascht es? – eine Karriere als Sachverständiger an. Die gewissenhafte Fehlersuche wird ihn also weiter beruflich begleiten. „Die Autos entwickeln sich jetzt so extrem schnell, dass man da eigentlich jeden Tag etwas Neues mitnehmen kann“, freut sich der PLW-Bundessieger auch auf diese künftige Herausforderung.