Die jahrgangsbesten Südthüringer Meisterabsolventen haben ihre Meisterprämie erhalten. (links flankiert von Hans Peter Wollseifer und rechts von Wolfgang Tiefensee).
Handwerkskammer Südthüringen
Die jahrgangsbesten Südthüringer Meisterabsolventen haben ihre Meisterprämie erhalten. (links flankiert von Hans Peter Wollseifer und rechts von Wolfgang Tiefensee).

Meisterprämie 2018 überreicht

Unter 34 Thüringer Jungmeistern erhalten 13 aus Südthüringen die Auszeichnung

In Thüringen schlossen 2017/18 insgesamt 405 Meisterschüler des Handwerks ihre Meisterprüfung erfolgreich ab. Seit vergangenem Jahr zeichnet der Freistaat die Absolventen mit den besten Leistungen mit einer „Meisterprämie“ aus, deren ideeller und motivierender Wert die finanzielle Dotierung in Höhe von eintausend Euro bei weitem übersteigt. In diesem Jahr erhielten 13 Südthüringer Meisterabsolventen die Meisterprämie, zu der neben der Geldprämie eine Urkunde und der „Meisterwürfel“ als ideelle Zugaben gehören.

Die diesjährige Auszeichnungsveranstaltung richtete der Thüringer Handwerkstag e.V. am 9. August im Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) Rohr-Kloster der Handwerkskammer Südthüringen aus. In der vollbesetzten Aula der Klosterkirche nahmen die Jungmeister die Auszeichnung aus den Händen der Ehrengäste Wolfgang Tiefensee, Thüringens Wirtschaftsminister, und Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), entgegen. Ihnen assistierten die Präsidenten der Thüringer Handwerkskammern Manfred Scharfenberger, Stefan Lobenstein und Klaus Nützel.



Prämie für Wertschätzung und Motivation

In seiner Festrede erklärte der ZDH-Präsident, dass die Meisterprämie finanziell nicht einmal die Meisterprüfungskosten ersetzt, dafür aber einen hohen ideellen Wert besitzt. Nach seinen Worten gibt es diese Auszeichnung erst in sechs oder sieben Bundesländern. Er werde sich dafür einsetzen, dass die Prämie bundesweit vergeben wird. Der Staat sei gefordert, mehr Geld für die berufliche Bildung im Handwerk zu geben. Er kritisierte die bestehende Differenz zwischen der Begabtenförderung im Handwerk von 50 Millionen Euro zu 270 Millionen Hochschulförderung. Gegenwärtig kämpfen die Handwerksorganisationen wieder verstärkt um die Wiedereinführung der Meisterpflicht der 2004 gestrichenen 53 Gewerken von insgesamt 94 meisterpflichtigen Berufen. „Denn der Meisterbrief steht für das Wir-Gefühl im Handwerk“, sagte er und bezeichnete ihn als „Herz und Kopf der dualen Ausbildung“. Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee und der Präsident des Thüringer Handwerkstages Stefan Lobenstein richteten Grußworte an die Meisterabsolventen. Die Auszeichnungsfeier verlief in einer entspannten und freudvollen Atmosphäre. Für die musikalische Begleitung sorgte Vincent Heinze aus Erfurt mit Klavier und Gesang.



Vorfreude auf Meisterfreier ist groß

Die Südthüringer Meisterabsolventen und Preisträger kommen aus den 13 Handwerksberufen Elektrotechniker, Feinwerkmechaniker, Friseur, Glasapparatebauer, Installateur- und Heizungsbauer, Karosserie- und Fahrzeugbauer, Kraftfahrzeugtechniker, Landmaschinenmechaniker, Maler- und Lackierer, Metallbauer, Tischler, Zimmerer und Zweiradmechaniker. Unter ihnen befinden sich zwei Jungmeisterinnen im Friseur- und Glasapparatebauerhandwerk. Nach der Ehrung der jahrgangsbesten Absolventen im Freistaat stehen nun die großen Meisterfeiern an, auf die die Vorfreude der Jungmeister groß ist. Denn dort erhalten sie dann den Meisterbrief, auf den sie alle Anstrengungen konzentriert haben.

Wer die Südthüringer Jungmeisterinnen und Jungmeister 2018 mit hochleben lassen will, ist am 15. September zur großen Meisterfeier um 16 Uhr ins CCS Suhl herzlich eingeladen. Der Eintritt ist kostenfrei.