Zimmerer Azubine
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Mindestausbildungsvergütung für Azubis

Zum 1. Januar 2021 wurde in Deutschland erstmals eine gesetzliche Mindestausbildungsvergütung eingeführt.

Demnach zahlen Ausbildungsunternehmen ihren Auszubildenden eine angemessene Vergütung, die mit fortschreitender Ausbildung, mindestens jährlich, ansteigt. Für Ausbildungsverträge, die ab dem 1. Januar 2021 beginnen, gelten folgende gesetzliche Mindestausbildungsvergütungssätze mit Beginn 2021 pro Monat:



1. Lehrjahr: 550 Euro

2. Lehrjahr 649 Euro

3. Lehrjahr 742,50 Euro

4. Lehrjahr 770 Euro



Die Mindestausbildungsvergütung darf nur unterschritten werden, wenn der Ausbildungsbetrieb an einen einschlägigen Tarifvertrag gebunden ist und die Ausbildungsvergütungshöhen unterhalb der Mindestvergütung liegen. Voraussetzung für die Geltung des Tarifvorrangs ist jedoch, dass der Ausbildungsbetrieb tarifgebunden ist. Nicht tarifgebundene Unternehmen zahlen mindestens die gesetzlich festgeschriebene Mindestausbildungsvergütung. Für Ausbildungsverhältnisse, die vor dem 1. Januar 2021 begonnen haben, gilt weiterhin die vereinbarte Vergütung. Wechseln Auszubildende im Jahr 2021 das Ausbildungsunternehmen und schließen zu diesem Zweck neue Berufsausbildungsverträge ab, sind die Mindestvergütungssätze nach dem Jahr des Beginns der neuen Verträge, also 2021, zu zahlen.

Axel Gork

Ausbildungsberater / Rechtspfleger

Rosa-Luxemburg-Straße 7-9
98527 Suhl