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Daniel Ernst - Fotolia

Umgang mit UV-Strahlung bei Tätigkeiten im Freien

Haut-Krebs-Prävention

Wer regelmäßig im Freien arbeitet, ist intensiver UV-Strahlung mit entsprechenden Risiken ausgesetzt. Die Sozialpartner der Bau- und Landwirtschaft haben sich auf freiwillige Vorsorgeuntersuchungen verständigt.

Hintergrund war eine Empfehlung des Ausschusses für Arbeitsmedizin (AfAMed) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), die arbeitsmedizinische Vorsorgeverordnung (ArbMedVV) um eine obligatorische ärztliche Pflichtvorsorge für regelmäßige Tätigkeiten im Freien mit besonders intensiver Belastung durch natürliche UV-Strahlung und um eine Angebotsvorsorge für regelmäßige Tätigkeiten im Freien mit intensiver Belastung durch natürliche UV-Strahlung zu ergänzen.

Die Einführung der empfohlenen Pflichtvorsorge konnte vorerst durch den Abschluss einer Sozialpartnervereinbarung "Umgang mit UV-Strahlung bei Tätigkeiten im Freien" der Bau- und Landwirtschaft abgewendet werden. Im Rahmen der Vereinbarung haben sich die Sozialpartner darauf verständigt, die Arbeitgeber aufzufordern, den im Freien Beschäftigten die Durchführung einer Vorsorge im Hinblick auf natürliche UV-Strahlung anzubieten.

Im Jahr 2017 wurden knapp 30.000 UV-Vorsorgeuntersuchungen und im Jahr 2018 knapp 32.000 UV-Vorsorgeuntersuchungen vom Arbeitsmedizinisch-Sicherheitstechnischen Dienst der BG BAU (ASD der BG BAU) durchgeführt. Die Sozialpartner streben eine Steigerung der UV-Vorsorgeuntersuchungen um 8 Prozentpunkte im Jahr 2019 und um jeweils 10 Prozentpunkte im Jahr 2020 und 2021 an.

 Die Durchführung einer Angebotsvorsorge ist vorgesehen, wenn folgende Kriterien bei der Arbeit im Freien erfüllt sind: 

  • arbeitstäglich mindestens 1 Std. Sonneneinstrahlung an mindestens 40 Prozent der Arbeitstage
  • von April bis September
  • zwischen 10:00 Uhr und 15:00 Uhr

Das Angebot zu entsprechenden Vorsorgeuntersuchungen soll einmal pro Kalenderjahr unterbreitet werden.

Das BMAS plant aufgrund dieser Vereinbarung, die ArbMedVV nunmehr lediglich um die Angebotsvorsorge zu erweitern und auf die Einführung einer Pflichtvorsorge vorerst zu verzichten. Zudem ist aber eine zeitnahe Evaluation bezüglich der Umsetzung der Angebotsvorsorge geplant.

Ob auch in Zukunft von der Einführung einer gesetzlich verpflichtenden Vorsorge abgesehen wird hängt davon ab, ob die Angebotsvorsorge in ausreichendem Maße umgesetzt wird. Das bedeutet, dass es in erster Linie von den Betrieben abhängt, ob es bei dieser freiwilligen Vereinbarung bleibt, oder – wenn sich nicht genügend Arbeitgeber an dieser Angebotsvorsorge beteiligen – ob eine gesetzliche verpflichtende Regelung eingeführt wird.

Im Interesse der Gesundheit Ihrer Mitarbeiter sowie auch im Hinblick auf die geschilderte Thematik empfehlen wir unseren betroffenen Mitgliedsbetrieben, sich an solchen Angebotsvorsorgemaßnahmen zu beteiligen.

 

Für weitere Rückfragen wenden Sie sich gern an den Mitarbeiter der Handwerkskammer Südthüringen