WRT-Lehrer
Handwerkskammer Südthüringen

Zu Handwerksberufen informiert

17 zukünftige WRT-Lehrer aus Thüringen testen ihre handwerklichen Begabungen und Fertigkeiten

Vom 2. bis 6. Juli absolvierten 17 Lehrer aus übergreifenden Schulformen Thüringens im Berufsbildungs- und Technologiezentrum (BTZ) Rohr-Kloster eine praktische Fortbildung in den Berufsfeldern Elektro-, Holz- und Metalltechnik.
In dieser Lehrerfortbildung des Thüringer Institutes für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm) werden die Absolventen vom September 2017 bis März 2019 die Unterrichtserlaubnis für die Fächer WRT und Werken ablegen.
Sie folgten einem Angebot des Thüringer Bildungsministeriums,das Lehrer für beide Unterrichtsfächer dringend benötigen.
Praktische Arbeiten mit Freude erledigt In zwei Gruppen aufgeteilt bekamen die Praktikumsteilnehmer von den BTZ-Ausbildern aufgezeigt, welche praktischen Aufgaben sie zum Beispiel im WRT- und Werkunterricht anbieten können, um Schülern eine Beziehung zum Handwerk zu vermitteln.

In Elektrotechnik unterrichtete Dozent Michael Klimek den Aufbau und die Funktion verschiedener Schaltkreise. Tischlermeisterin Kathleen Steiner stellte mit den Lehrern einen Tesa-Film-Abroller und einen Fisch aus Holz her. Ausbilder Hilmar Pabst unterstützte die Teilnehmer in der Metallbearbeitung beim Bau eines Handyhalters und eines Kerzenständers. Andreas Häfner hatte sie vorher in das Anfertigen und Lesen von technischen Zeichnungen eingeführt.

Mit Gymnasiallehrerin Heike Bröder aus der Staatlichen Gemeinschaftsschule Schalkau befand sich auch eine Vertreterin aus Südthüringer Schulen unter den Fortbildungsteilnehmern. Sie unterrichtet die englische Sprache, Wirtschaft und Recht und findet den praktischen Ausflug in handwerkliche Berufe als sinnvolle Ergänzung zur Theorie. Matthias Hahn, Gymnasiallehrer für Geschichte und Sport, tätig im Staatlichen Regionalen Förderzentrum Eichsfeld, glaubt, dass ein solches Praktikum die Theorieausbildung lebendiger macht und dadurch den Unterricht aufwertet. Dies sieht er auch als Verdienst von Lehrgangsleiter
Uwe Sommermann vom Thillm, der die Praxisbezogenheit der Fortbildung stets im Auge habe.

Die Fächer WRT und Werken leisten einen wichtigen Beitrag zur beruflichen Orientierung von Schülern in Thüringen. Im Bereich Wirtschaft sollen sie sich grundlegende theoretische, praktische und wirtschaftliche Kenntnisse und Methoden aneignen,
die zum Verstehen wirtschaftlicher Entwicklungen notwendig sind. Das ermöglicht ihnen einen erfolgreichen Übergang von der Schule in die Berufsausbildung und fördert die Fähigkeit zum lebenslangen Lernen. Der Bereich Recht zielt darauf ab, den Schülern eine Orientierung für das tägliche Handeln unter Anerkennung und Wahrung der Rechtsordnung im Privat-, Arbeits- und Wirtschaftsleben zu geben. Der Bereich Technik soll die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen, technische Handlungen auszuführen und technische Aufgaben zu entwickeln, zu gestalten, zu fertigen, zu testen, zu bewerten und zu lösen.
Die Thüringer Handwerkskammern und das Thillm arbeiten auf der Grundlage einer Kooperationsvereinbarung zusammen, wozu auch die Lehrerfort- und Weiterbildungen gehören.