
Zahl der Ausbildungsverträge deutlich gestiegen
Im September hat ein neues Ausbildungsjahr begonnen, welches einen positiven Trend für Berufe im Handwerk verspricht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte aktuell ein Zuwachs an Ausbildungsverhältnissen von 7,7 Prozent im Bereich der Handwerkskammer Südthüringen (HWK) verzeichnet werden. Damit liegt die HWK über dem Bundesdurchschnitt, der auf einen Vertragszuwachs von nur 1,6 Prozent verweisen kann. Die neuen Eintragungen in der Lehrlingsrolle der Handwerkskammer Südthüringen entsprechen damit einem Plus von 44 Azubis. In Summe wurden 571 Lehrlingsverträge in Südthüringen zum 1. September dieses Jahres unterzeichnet.
Einige Handwerksberufe erfahren dabei einen markanten Aufwärtstrend und stechen in der Betrachtung besonders heraus. Dies zeigt sich unter anderem deutlich im Bau- und Ausbaugewerbe, das mit einem Plus von 20 Prozent glänzen kann. Im holzverarbeitenden Handwerk liegt die Steigerung mit 25 Prozent sogar noch darüber. Auch im Elektro- und Metallgewerbe ist das Interesse gestiegen: vier Prozent mehr Jugendliche lassen sich im Elektro- und Metallgewerbe ausbilden als noch im Jahr 2024. Elektroniker und Anlagenmechaniker Sanitär-Heizung-Klima (SHK) sind in diesem Berufsfeld mit einem Wachstum von ebenfalls 20 Prozent außerordentlich stark vertreten.
Als Gewinner des neuen Ausbildungsjahres gehen die Friseurinnen und Friseure hervor. Hier lässt sich von einem positiven Trend sprechen, der mit einem Zuwachs von 40 Prozent Anzeichen für eine allgemeine Kehrtwende im Friseurhandwerk bietet. „Die vielfältigen Herausforderungen, mit denen der Friseurberuf in Pandemiezeiten und auch noch lange Zeit später konfrontiert war, rücken glücklicherweise langsam in den Hintergrund und geben den Friseurinnen und Friseuren wieder Aufwind“, schätzt Stefanie von Nordheim, Ausbildungsleiterin Berufsbildung der Handwerkskammer Südthüringen, die Situation ein.

Nach mehreren Rückgängen der Ausbildungszahlen deutet sich eine Trendwende im Friseurhandwerk an.