Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in

Kurzbeschreibung Ausbildungsberuf

Von Fliesen in allen Farben und Formen bis hin zu ausgefeilten Mosaiken – die Arbeit der/des Fliesen-, Platten- und Mosaiklegers/in ist ebenso vielfältig wie das Material selbst.

Wand- und Bodenflächen werden sowohl innerhalb als auch außerhalb von Gebäuden gestaltet, beispielsweise mit keramischen Boden- und Wandbelägen, Natursteinen oder Betonwerksteinplatten. Durch die Beläge entsteht eine freundliche und individuelle Umgebung. In Schwimmbädern und Krankenhäusern tragen Fliesen, Platten und Mosaike zudem maßgeblich zur Sauberkeit und Hygiene bei.

Vor dem Verlegen erfolgt zunächst die Berechnung des benötigten Materials für die jeweilige Verlegetechnik. Dabei werden alle Ecken, Nischen und Vorsprünge sorgfältig berücksichtigt. Erst danach beginnt die eigentliche Handarbeit: Ansetz- oder Verlegemörtel wird hergestellt, um eine feste Verbindung zum Untergrund zu gewährleisten.

Anschließend kommen verschiedene Werkzeuge und Maschinen zum Einsatz, wie Schneidegeräte sowie Trocken- und Nassschneide-, Abfass- und Abkantmaschinen, die präzises Arbeiten ermöglichen.

Für diesen Beruf sind vielfältige Fähigkeiten und Fertigkeiten erforderlich: Farbenlehre und Gestaltung werden ebenso beherrscht wie Arbeiten im Wärme-, Schall- und Feuchteschutz. Außerdem besteht Sicherheit im Umgang mit unterschiedlichen Verlegemethoden sowie mit Estrichen und Unterputzen.

3 Jahre (36 Monate)

Für die Berufsausbildung ist kein formaler Schulabschluss vorgeschrieben.
Die Anforderungen werden vom jeweiligen Ausbildungsbetrieb festgelegt.
Neben dem vom Ausbildungsbetrieb gewünschten Schulabschluss sind sehr häufig die Motivation und Leistungsbereitschaft
entscheidende Einstellungskriterien. Auch bereits absolvierte (Schul-) Praktika sind oft von Vorteil.

Berufsbildende Schule Bautechnik, Gera

Hinweis: Die Berufsschulanmeldung muss immer über die für die Ausbildungsstätte regional zuständige Berufsschule erfolgen (siehe Schulnetzplan).

Hinweise zur Festlegung des Urlaubsanspruches

Im Ausbildungsvertrag ist der Urlaubsanspruch für den Auszubildenden festzulegen. Für die Berechnung des Urlaubsanspruches gilt das Alter des Jugendlichen am 1. Januar des jeweiligen Kalenderjahres. Der gesetzliche Mindesturlaub ist für Jugendliche unter 18 Jahre im Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) und für Erwachsene im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) geregelt.

Für Jugendliche ist die Dauer des Urlaubs nach dem Lebensalter gestaffelt. Er beträgt jährlich:

mindestens 30 Werktage oder 25 Arbeitstage,
wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 16 Jahre alt ist
mindestens 27 Werktage oder 23 Arbeitstage,
wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 17 Jahre alt ist
mindestens 25 Werktage oder 21 Arbeitstage,
wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 18 Jahre alt ist

Für Erwachsene, also wer zu Beginn des Kalenderjahres bereits 18 Jahre alt ist, gilt das Bundesurlaubsgesetz. Demnach beträgt der Urlaub jährlich: mindestens 24 Werktage oder 20 Arbeitstage

Tarifverträge können einen höheren Urlaubsanspruch vorsehen (Beispiel Bauhauptgewerbe 30 Arbeitstage). Der Urlaub ist zusammenhängend und für Berufsschüler während der Schulferien zu gewähren.

Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) bildet die Grundlage für die Regelungen rund um die Ausbildungsvergütungen. Gemäß §17 BBiG ist vorgesehen, dass die Vergütung im Laufe der Ausbildungsjahre ansteigen muss.
Durch die Komplexität dieser Thematik, wird empfohlen, sich bitte bei Rück- bzw. Anfragen an das Beraterteam der Handwerkskammer Südthüringen zu wenden.

Ihre Ansprechpartner rund um das Thema Ausbildung

Ausbildungsberatung
Herr Axel Gork
Telefon: 03681 /370 211
E-Mail: axel.gork@hwk-suedthueringen.de

Lehrlingsrolle und Ausbildungsservice
Frau Tina Hollandt-Pfötsch
Telefon: 03681/ 370 201
E-Mail: ausbildung@hwk-suedthueringen.de

Passgenaue Besetzung
Telefon: 03681 / 370 221

Gesellenprüfungswesen
Frau Anja Füchsel
Telefon: 03681 / 370 223
E-Mail: anja.fuechsel@hwk-suedthueringen.de

Organisation ÜLU und Ergänzungslehrgänge
Frau Sabine Fischer und Herr Steffen Otto
Telefon: 03681 / 370 225 oder 212
E-Mail: uelu@hwk-suedthueringen.de