Mechaniker/in für Reifen- und Vulkanisationstechnik

Kurzbeschreibung Ausbildungsberuf

Räder, Reifen und das gesamte Fahrwerk gehören zu den besonders sicherheitsrelevanten Fahrzeugteilen. Autofahrer*innen vertrauen darauf, dass diese Komponenten fachgerecht bestückt, gewartet und repariert werden.

Geeignete Reifen werden ausgewählt und montiert. Laufflächen werden erneuert, Profile nachgeschnitten, die Spur eingestellt und abschließend eine Endkontrolle durchgeführt. Dieser Beruf erfordert ein hohes Maß an technischem Know-how. Die professionelle Wartung trägt zudem zum Umweltschutz bei, denn durch die Optimierung des Rollwiderstands können Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß gesenkt werden, was die Umweltbelastung mindert.

Nach der Grundausbildung besteht die Möglichkeit, sich im dritten Ausbildungsjahr auf ein Fachgebiet zu spezialisieren. Im Bereich Reifen- und Fahrzeugtechnik werden Kenntnisse in der Wartung und Instandsetzung von Fahrwerken, Bremsen, Rad- und Reifensystemen sowie Abgas- und Klimaanlagen vermittelt. Auch die Veränderung der Fahrzeugoptik durch Anbauteile gehört dazu.

Im Fachgebiet Vulkanisationstechnik liegt der Fokus auf der Instandsetzung von Reifen und Schläuchen sowie der Wartung von Fördergurten. Darüber hinaus werden Gummiauskleidungen und -beläge hergestellt oder repariert.

3 Jahre (36 Monate)

Im dritten Ausbildungsjahr kann zwischen zwei Fachrichtungen gewählt werden:
Reifen- und Fahrwerktechnik
Vulkanisationstechnik

Für die Berufsausbildung ist kein formaler Schulabschluss vorgeschrieben.
Die Anforderungen werden vom jeweiligen Ausbildungsbetrieb festgelegt.
Neben dem vom Ausbildungsbetrieb gewünschten Schulabschluss sind sehr häufig die Motivation und Leistungsbereitschaft
entscheidende Einstellungskriterien. Auch bereits absolvierte (Schul-) Praktika sind oft von Vorteil.

Gewerblich-Technisches Berufsbildungszentrum, Zella-Mehlis
Staatliche Berufsbildende Schule Sonneberg
Staatliches Berufsbildungszentrum und Medizinische Fachschule, Bad Salzungen
Städtische Berufsschule für Fahrzeug- und Luftfahrttechnik München

Hinweis: Die Berufsschulanmeldung muss immer über die für die Ausbildungsstätte regional zuständige Berufsschule erfolgen (siehe Schulnetzplan).

Hinweise zur Festlegung des Urlaubsanspruches

Im Ausbildungsvertrag ist der Urlaubsanspruch für den Auszubildenden festzulegen. Für die Berechnung des Urlaubsanspruches gilt das Alter des Jugendlichen am 1. Januar des jeweiligen Kalenderjahres. Der gesetzliche Mindesturlaub ist für Jugendliche unter 18 Jahre im Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) und für Erwachsene im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) geregelt.

Für Jugendliche ist die Dauer des Urlaubs nach dem Lebensalter gestaffelt. Er beträgt jährlich:

mindestens 30 Werktage oder 25 Arbeitstage,
wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 16 Jahre alt ist
mindestens 27 Werktage oder 23 Arbeitstage,
wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 17 Jahre alt ist
mindestens 25 Werktage oder 21 Arbeitstage,
wenn der Jugendliche zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht 18 Jahre alt ist

Für Erwachsene, also wer zu Beginn des Kalenderjahres bereits 18 Jahre alt ist, gilt das Bundesurlaubsgesetz. Demnach beträgt der Urlaub jährlich: mindestens 24 Werktage oder 20 Arbeitstage

Tarifverträge können einen höheren Urlaubsanspruch vorsehen (Beispiel Bauhauptgewerbe 30 Arbeitstage). Der Urlaub ist zusammenhängend und für Berufsschüler während der Schulferien zu gewähren.

Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) bildet die Grundlage für die Regelungen rund um die Ausbildungsvergütungen. Gemäß §17 BBiG ist vorgesehen, dass die Vergütung im Laufe der Ausbildungsjahre ansteigen muss.
Durch die Komplexität dieser Thematik, wird empfohlen, sich bitte bei Rück- bzw. Anfragen an das Beraterteam der Handwerkskammer Südthüringen zu wenden.

Ihre Ansprechpartner rund um das Thema Ausbildung

Ausbildungsberatung
Herr Axel Gork
Telefon: 03681 /370 211
E-Mail: axel.gork@hwk-suedthueringen.de

Lehrlingsrolle und Ausbildungsservice
Frau Tina Hollandt-Pfötsch
Telefon: 03681/ 370 201
E-Mail: ausbildung@hwk-suedthueringen.de

Passgenaue Besetzung
Telefon: 03681 / 370 221

Gesellenprüfungswesen
Frau Anja Füchsel
Telefon: 03681 / 370 223
E-Mail: anja.fuechsel@hwk-suedthueringen.de

Organisation ÜLU und Ergänzungslehrgänge
Frau Sabine Fischer und Herr Steffen Otto
Telefon: 03681 / 370 225 oder 212
E-Mail: uelu@hwk-suedthueringen.de