
MuT-Preis 2026 – Vier Bewerber aus dem Kammerbezirk Südthüringen im Kurzportät
Die Verleihung des diesjährigen MuT-Preises an herausragende mittelständische Unternehmen in Südthüringen rückt näher. Am 16. September 2026 küren die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer Südthüringen gemeinsam mit den regionalen Tageszeitungen die Gewinner in den Kategorien „Unternehmen des Jahres“, „Mitarbeiter der Zukunft“ und „Aufstieg durch Innovation“. Auch regionale Handwerksunternehmen sind im Rennen um den renommierten Wirtschaftspreis. Wir stellen Ihnen einige MuT-Preis-Bewerber aus dem Handwerk vor, die wir in der Rhön und im Wartburgkreis besucht haben und mit denen wir über ihre Unternehmensgeschichte, vor allem aber über ihre Motivation gesprochen haben, die MuT-Preis-Jury von sich überzeugen zu wollen.
Metallbau Beck
Was es heißt, sich um den MuT-Preis zu bewerben, weiß Tino Beck genau. Der Gründer und Inhaber der Metallbau Beck GmbH in Frankenheim bewarb sich 2016 schon einmal um den Titel – und gewann. Damals ging der MuT-Sonderpreis „Fachkräfte sind Zukunft“ an den Handwerksbetrieb in der Rhön. Doch auf diesem Erfolg möchte sich der Handwerksmeister im Metallbau nicht ausruhen.
Im dreiunddreißigsten Jahr des Firmenbestehens und zu seinem 30-jährigen Meisterjubiläum möchte es der Firmenchef noch einmal wissen. Sein Metallbauunternehmen, das im Stahlbau ebenso fachkundig zu Hause ist wie in der Aluminium- und Edelstahlfertigung, hat sich mittlerweile weit über die Region hinaus einen Namen gemacht. Die Anfangsjahre des Unternehmens waren durchaus herausfordernd, so Beck rückblickend.
Handwerklich anspruchsvolle Projekte, unter anderem die Fertigung und Montage der Brückengeländer für die Bundesauto bahnen 71 und 73, standen in den Auftragsbüchern. Doch es war gleichzeitig die Chance, sich zu spezialisieren und den Grundstein für einen modernen Maschinenpark für die Metallbearbeitung zu legen, mit dem das heute 20-köpfige Team arbeiten kann. Vielfältige Mitarbeiterbindung, ein kollegiales Miteinander und die kontinuierliche Ausbildung junger Nachwuchsmetallbauer, die auch nach ihrer Lehrzeit ihr berufliches Zuhause im Betrieb gefunden haben, sind für den Firmenchef essentiell. Da ist es gut zu wissen, dass schon die zweite Generation für den Metallhandwerksbetrieb in den Startlöchern steht. Sohn Lucas ist bereits auf dem Weg zum eigenen Meistertitel und in die Geschäftsführung der Metallbau Beck GmbH eingestiegen.
Heizungsbau Günther
Auch bei der Firma Heizungsbau Günther in Unterweid stehen nicht nur die Kunden, sondern vor allem auch die Mitarbeiter im Mittelpunkt. Kommt der Kunde oder Besucher auf das Firmengelände von Thomas Günther, fällt der Blick auf eine hochgewachsene Linde, in deren Schatten eine Bank die Mitarbeiter in der Pause oder nach Feierabend zum Verweilen einlädt. Zahlreiche Zusatzleistungen und ein starkes Miteinander machen das Arbeiten im SHK-Meisterbetrieb attraktiv. Ein Konzept, das aufgeht. Ein Mangel an Fachkräften oder eine hohe Fluktuationsrate sind für Geschäftsführer Thomas Günther derzeit kein Thema. Die rund 30 Mitarbeiter bilden ein eingespieltes Team, das dem Unternehmen seit vielen Jahren die Treue hält.
Für Thomas Günther und Tino Beck gehört auch das Thema Nachhaltigkeit längst zur Unternehmensphilosophie. Moderne Strom- und Wärmeerzeugung mittels Photovoltaik, Solaranlage und Wärmepumpe für die Firmengebäude oder zur elektromobilen Nutzung gehören selbstverständlich zum betrieblichen Alltag. Dieser nachhaltige Ansatz spiegelt sich sowohl in der Beratung der Kunden als auch in der täglichen Umsetzung moderner Heizungs- und Energielösungen wider.
w&k Elektrotechnik
Die w&k Elektrotechnik GmbH in Dermbach setzt vor allem mittels Digitalisierung auf Nachhaltigkeit. Das mittelständische Familienunternehmen hat eine eigene App entwickelt, die es Firmenkunden ermöglicht, den Fertigungsgrad von Schaltschränken und deren vollständige Dokumentation wie Schaltpläne oder Prüfprotokolle automatisch abzurufen und so den Nutzen für den Kunden zu erhöhen. Außerdem entwickelte der Elektrohandwerksbetrieb vor sieben Jahren eine eigene KfW-förderfähige Wallbox, deren Weiterentwicklung Christoph Kynast und seine Tochter Luisa Kynast gemeinsam mit ihren 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stetig vorantreiben.
Ihnen ein attraktives Arbeitsumfeld zu bieten, hat auch bei w&k Elektrotechnik einen hohen Stellenwert. Eine stetige Investition, die sich bereits ausgezahlt hat – vor zwei Jahren erhielt das Handwerksunternehmen den STIFTAusbildungspreis der Handwerkskammer Südthüringen.
Mostvanted
Lena Heiringhoff verantwortet als Geschäftsführerin die strategische, organisatorische und kaufmännische Entwicklung der Mostvanted GmbH in Krauthausen. Gemeinsam mit Mitgründer Tino Langner, der die Fahrzeugentwicklung, technische Konzeption und individuelle Kundenberatung prägt, bildet sie die Unternehmensspitze. Der 2017 gegründete Handwerksbetrieb entwickelt und fertigt hochwertige Reise- und Expeditionsmobile auf unterschiedlichen Basisfahrzeugen, vom Van bis zum Expeditions- Lkw, als individuelle Einzelstücke nach höchsten Qualitätsansprüchen.
Ein 24-köpfiges Team vereint unterschiedlichste handwerkliche und technische Kompetenzen, von Konstruktion, Grafikdesign und Fahrzeugfolierung über Tischlerei und Schweißerei bis hin zu Elektrik und Fahrzeugtechnik, und setzt jedes Projekt mit handwerklicher Präzision um. Gleichzeitig hat Mostvanted die Digitalisierung der Unternehmensprozesse konsequent vorangetrieben und verbindet moderne digitale Arbeitsabläufe mit traditionellem Handwerk sowie einer mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur mit vielfältigen Mitarbeiter-Benefits.
Auch in diesem Jahr bewerben sich wieder Top-Firmen aus unserer Region um den MuT-Unternehmerpreis.



