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DigitalCoach im Thüringer Handwerk

Digitalisierung gemeinsam gestalten

„Digitalisierung gemeinsam gestalten“ – der Projektansatz des DigitalCoach im Thüringer Handwerk fördert den gemeinsamen Weg der indiviuellen Digitalisierung eines Unternehmens. Ziel ist, das Unternehmen abzuholen und mit der Unterstützung der eigenen Mitarbeiter auf den Weg der Digitalisierung voran zu bringen – nach Maßgabe des Unternehmens.



Der Hintergrund

Die Veränderungen durch die Digitalisierung trifft jedes Unternehmen, aber passt denn Handwerk und Digitalisierung zusammen? Wir sagen ganz klar … JA. Aber nicht nur wir, auch viele Mitarbeiter ergänzen die Effizienz im Unternehmen durch in Eigenregie entstandene Handlungen bezüglich der Digitalisierung. Kleine und mittlere Betriebe haben dabei teilweise noch nicht erkannt, welche Chancen sich dahinter verstecken können. Für viele Unternehmen ist der Fachkräftemangel und die damit verbundene schwierige Situation bei der Auftragsabarbeitung wichtiger. Doch genau das ist der Ansatz – Arbeitsabläufe durch Digitalisierung vereinfachen und rationalisieren.



Das Projekt

Die HWK Südthüringen möchte in dem Projekt „DigitalCoach im Thüringer Handwerk“ mit dem sogenannten Bottom up – Ansatz das Rad nicht neu erfinden, sondern die Handwerksunternehmen (im speziellen KuK bis KMU) dort abholen wo Sie stehen, die bereits durchgeführten Ansätze und Tätigkeiten analysieren und nach den Vorstellungen des Unternehmens Qualifizieren. Kurz, die Wertschöpfung im Unternehmen steigern indem das Potenzial des Unternehmens hergenommen und auf dem Weg der Digitalisierung begleitet wird – nämlich der einzelne Mitarbeiter.  

Das Projekt sucht im Unternehmen Mitarbeiter, die in der Lage sind, digitale Technologien und Prozesse, insbesondere Kommunikationstechnologien ungezwungen und frei einsetzen zu können und eine ungezwungene Affinität zu den Themen der Digitalisierung aufweisen. Diese werden dann im Laufe der Qualifizierung zum DigitalCoach und Entscheidungsträgern Qualifiziert, die dann im Unternehmen die laufenden Prozesse auf digitalen Wege unterstützen und verbessern können.



Die Ziele

  • Evaluation und Qualifizierung von Handwerkern mit digitaler Prozessaffinität
  • Analyse vorhandener Ansätze der Digitalisierung
  • Darstellung von erweiterbaren Potentialen innerhalb der Digitalisierung bezogen auf die Bedürfnisse des individuellen Unternehmens
  • Evaluation von Störungen im digitalen Systemansatz
  • Verminderung der „Angst“ von Digitalisierungsprozessen und ein praktikables Aufzeigen der Verbesserungspotenziale




Dieses Projekt wird gefördert durch:

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Weiterentwicklung digitaler Anwendungskompetenz durch den Transfer nutzerorientierter Technologiekonzepte (WATT)

Laufzeit des Projektes: 01.04.2020 – 30.09.2021

Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt rasant: In der Wirtschaft 4.0 werden Prozesse effizienter und es entstehen neue Geschäftsmodelle. Produktion, Wartung und Vertrieb verschmelzen mit der Informationstechnik. Künstliche Intelligenz ermöglicht sich selbst steuernde Fertigungsanlagen, in denen Maschinen und Roboter autonom lernen und miteinander oder mit Menschen interagieren. Das Smart Home verändert die Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik ebenso wie das Bauhandwerk. Ob Industrie, Handel, Handwerk, Landwirtschaft, Dienstleistung oder die Pflege – dieser Wandel hat Auswirkungen auf alle Branchen und Wirtschaftsbereiche.

 

Aus den Erfahrungen des Projektes Digitalcoach erkennen wir, dass es oft an Akzeptanz, Verständnis und Struktur im Rahmen der Aufbauorganisation des Unternehmens fehlt. Vielfach erkennt man im operativen Prozess nicht die bereits implementierten digitalisierten Prozesse, sowie die schon längst in Anwendung und mit erheblichen Potentialen versehenen technischen Mittel, wie Smartphones, Tablets, Produktionsplanungssoftware, Onlinebestellprozesse und Ähnlichem. Es ist vor allem das intrinsische Bild, welches in den Unternehmen bewegt und verändert werden muss.

 

Eine weitere und wohl auch die elementarste Erfahrung aus dem Projekt Digitalcoach ist die Fehleinschätzung bei der Ressource „Mitarbeiter“. Viele Unternehmen erkennen, soweit vorhanden, den Mitarbeiter nicht als Wissensträger im Bereich digitalisierter Anwendungen und Prozesse. Stellenweise fehlen solche Mitarbeiter maßgebend in den Handwerksunternehmen. So ist die sich schon jetzt abzeichnende logische Konsequenz die zukünftigen heranwachsenden Mitarbeiter, die Auszubildenden sowie Fachkräfte der Handwerksunternehmen, verstärkt in den Fokus zu nehmen. Dabei stellt sich die herausfordernde Aufgabe, den direkten Zugang zu diesen Zielgruppen zu bekommen und dabei zunächst niederschwellig die Ansprache auf ein hohes Zielgruppenpotential zu projizieren.

 

Weitere Erfahrungswerte aus Beratungen sowie dem Projekt Digitalcoach sind, dass bisher gewählte Zugänge durch allgemeine Informationsveranstaltungen, Publikationen etc. nicht die gewünschten Akzeptanzerfolge in den Unternehmen verzeichnen und sich auch auf Grund der hohen Angebotsvielfalt, Verunsicherung in den Unternehmen erkennbar sind. Gerade eine Erstansprache mit „traditionellen“ und somit bewährten Instrumenten des Wissenstransfers schafft nach unseren Erfahrungen und Erkenntnissen der letzten Monate eine stabile Basis und dient zum Thema Digitalisierung als wesentlicher „Türöffner“. Dabei geht es nicht darum, Lehr- und Lernkonzepte im Gesamten zu entwickeln, sondern Grundmodelle zur Ansprache in bestehende Beratungs- und Bildungssegmente zu implementieren, um darauf aufbauend die weiteren Transferprozesse Branchenspezifisch in den Unternehmen zu bedienen und aufzubauen. Durch dieses Erleben der digitalen Technologien schaffen wir Sensibilisierungs- und Kommunikationswege, die das Verständnis und die Akzeptanz der Nutzung im Unternehmensalltag fördern. Die Transfer- und Implementierungsprozesse der digitalisierten Welt auf Basis von Grundverständnis und vor allem von bereits geschaffenen Vertrauensebenen können durch das neutrale, geschützte und angeleitete Erleben und An-wenden durch das Konzept des Livinglap vollzogen werden.

 

Die Handwerkskammer Südthüringen wird in der Folge methodisch auf Basisinformationen und Transfermöglichkeiten zur Nutzung von digitalen Technologien und deren Einsatzmöglichkeiten in der Praxis sowie den Strukturen der Beratung und der Aus- und Weiterbildung setzen. Geschaffen werden soll damit eine methodisch-didaktische Zielgruppenansprache zum Zweck eines Technologie- und Verständnistransfers im „Vertrauensraum“ Beratung und Bildung, um darauf aufbauend den weiterführenden Transfer in die Unternehmen zu gewährleisten und vor allem in größeren Potentialen zu erreichen – insofern stellen die Beratungs- und Bildungsteilnehmer die Transferpartner (Multiplikatoren) zu den Unternehmen dar. Kurz gesagt, die Mitarbeiter werden zu Wissens- und Informationsquellen für das Unternehmen.

 

Vor allem die Auszubildenden sind in der Lage digitale Technologien, insbesondere Steuerungs-, Automatisierungs- und Kommunikationstechnologien ungezwungen und frei zu bedienen und zu nutzen und werden so zu Digitalisierungsmultiplikatoren in ihren Unternehmen.

 

Bevor die Handwerkskammer Südthüringen mit dem Bildungscampus Rohr Kloster ihrer Rolle als innovativer Dienstleister für den Einsatz und Anwendung von digitalen Technologien gerecht werden kann, muss sie die dazu notwendigen Umstrukturierungen zunächst selbst in ihrem Bildungszentrum analysieren und zielgerecht umsetzen um so die Technologien für den Unternehmenseinsatz erlebbar und nachvollziehbar zu machen.

 

Es werden aufbauend auf die Bedarfsdefinitionen der Unternehmen aus den Vorgängerprojekt sowie zahlreichen Beratungserfahrungen heraus in einem wesentlichen Schritt die not-wendigen technischen und organisatorischen Strukturen für den Basistransfer geschaffen und in einem zweiten Schritt die entsprechenden Instrumente der Beratungsgrundlagen aber vor allem der bereits bestehenden Kurssegmente durch den definierten Methodenansatz ergänzt. Somit werden neue Perspektiven der Erstansprache im Rahmen bestehender Instrumente eröffnet. Dabei geht es nicht um die Entwicklung von Bildungsprodukten, sondern um die Technologiekonzeption und die Methodik der Projizierung von Wissens- und Transferkompetenz zum Thema Digitalisierung in bewährten Formaten und den dann dadurch entstehenden weiterführenden Transferprozess in die Unternehmen.



Dieses Projekt wird gefördert durch:

EFRE Europäische Union








Am Projekt teilnehmen:



 Ansprechpartner

Roberto Schmidt
Fachbereichsleiter Agrotechnik / Dozent

Tel. 036844 47141
roberto.schmidt--at--hwk-suedthueringen.de