
Handwerkskammer Südthüringen vergibt begehrten Ausbildungspreis
Es war eine Preisverleihung, die mit Blick auf die zurückliegenden Jahre, mit einem Höhepunkt aufwarten konnte. Noch nie wurden, seit Einführung des STIFT-Preises für herausragende Ausbildungsleistungen, so viele Handwerksunternehmen von der Handwerkskammer Südthüringen ausgezeichnet. Sprich: in keinem Absolventenjahrgang der letzten 25 Jahre schlossen so viele Gesellinnen und Gesellen die Abschlussprüfungen in ihrem Handwerksberuf mit Bestnoten ab. Grund genug, auch bei der Festrednerin in diesem Jahr einen Akzent zu setzen. Kammerpräsident Mike Kämmer durfte die Thüringer Wirtschaftsministerin, Colette Boos-John, Ende März zur Verleihung des „STIFT 2025“ auf dem Bildungscampus BTZ Rohr-Kloster begrüßen.
Exzellente Ausbildung in großer betrieblicher Breite
Colette Boos-John unterstrich angesichts der Preisträgerzahl die große betriebliche Breite des Südthüringer Handwerks, in der exzellent ausgebildet werde. Viele Betriebe seien in der Lage ihre Azubis zu herausragenden Leistungen zu bringen. Umgekehrt sei dies ein Maß für die Qualität der Arbeit in den Unternehmen. „Am besten lernt man von den Besten oder mit den Besten. Hohe Qualität entsteht nicht, wo man mit dem Mittelmaß zufrieden ist“, verdeutliche die Thüringer Wirtschaftsministerin. Sie hob in ihrer Festrede die beiden Traditionsbetriebe hervor, die den begehrten Ausbildungspreis bereits zum neunten beziehungsweise zehnten Mal erhielten. Mit dem Backhaus Nahrstedt und der Merkel Jagd- und Sportwaffen GmbH zeigten zwei Traditionsbetriebe mit ihrer Firmengeschichte, was im Handwerk möglich sei und lobte die anhaltende Qualität der Ausbildung.
Stiften – Unterstützung für Azubis und Betriebe gleichermaßen
Mike Kämmer nahm in seinen Dankesworten an die Preisträger die Bedeutung des Wortes „Stift“ in den Fokus. Die bereits zweihundert Jahre alte Bezeichnung, die sich vom Wort „stiften“ ableite und „unterstützen“ bedeute, beschrieb ursprünglich die Lehrlinge, die ihrem Meister zu Hand gingen. „Aber eigentlich ist diese Erklärung zu kurzgefasst“, konstatierte der HWK-Präsident. Bevor es die tatkräftige Hilfe eines Stiftes gebe, brauche es das Anleiten, Fördern und Weitergeben von Wissen. Es ist schlussendlich ein gegenseitiges Unterstützen, das im Fall der auszuzeichnenden Handwerksunternehmen auf hervorragende Weise gelungen sei.
Mehr als theoretische Wissenvermittlung
Auch Michael Messerschmidt, Inhaber der Firma Messerschmidt Metallverarbeitung e.K. aus Fambach gehörte zu den Preisträgern des „STIFT 2025“. Er dankte in seinen Schlussgedanken als Preisträger seiner Gesellin Stine Klosa, die bewiesen habe, dass der berufliche Weg im Handwerk zukunftsfähig sei. Messerschmidt rief dazu auf Sorge zu tragen, dass „jeder junge Mensch seinen Platz in der Arbeitswelt findet und seinen Lebensunterhalt mit Stolz selbst verdienen kann“. Er ermunterte die Ausbilderinnen und Ausbilder, nicht nur Lerninhalte zu vermitteln, sondern auch Grundwerte vorzuleben, für das Bewusstsein eigener Fähigkeiten zu sensibilisieren und bei der Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen. Auch in diesem Jahr wurden im Rahmen der STIFT-Preisverleihung Weiterbildungsstipendien aus dem Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vergeben. Zu den Stipendiaten zählen Georg Büchner, Valentina Edelmann, Conrad Fiedler, Stine Klosa, Nadine Koch, Tim Kummer, Erik Luther, Tim Recknagel und Jarod-Marvin Schuchardt. Die jungen Fachkräfte erhalten eine finanzielle Unterstützung für berufsbegleitende Weiterbildungen und können zahlreiche Angebote zur beruflichen Vernetzung in Anspruch nehmen.
So viele STIFT-Preisträger wie noch nie: die 28 ausgezeichneten Handwerksunternehmen aus dem Gebiet der Handwerkskammer Südthüringen.























