Traditionshandwerk mit Zukunft

Die Berufsfachschule für Büchsenmacher und Graveure in Suhl steht seit Jahrzehnten für eine hervorragende duale Ausbildung


Die Berufsfachschule für Büchsenmacher und Graveure in Suhl bleibt der Knotenpunkt des traditionsreichen Handwerks. Trotz der bundesweiten Fusion der Büchsenmacherinnungen zum Ende des vergangenen Jahres ist es durch das Engagement der einstigen Büchsenmacherinnung für Mitteldeutschland sowie der Handwerkskammer Südthüringen gelungen, diesen historisch bedeutsamen Ausbildungsstandort erfolgreich zu sichern. Ein starkes Signal für die gesamte Branche, die nach wie vor auf exzellenten Nachwuchs angewiesen ist.    
Wie begehrt die Ausbildung in Thüringen ist, zeigt der Blick in die Klassenräume. Die Bewerberinnen und Bewerber reisen nicht nur aus allen Teilen Deutschlands an, sondern auch aus dem internationalen Ausland, um in Suhl das Präzisionshandwerk von der Pike auf zu lernen. Pro Ausbildungsjahrgang stehen 18 Ausbildungsplätze zur Verfügung.

Verantwortlich für die Sicherung der hohen Standards ist der Prüfungsausschuss für das Büchsenmacherhandwerk, der aus erfahrenen Meistern und Fachprüfern besteht und von der Handwerkskammer Südthüringen alle fünf Jahre neu berufen wird. Dazu zählen Vertreter der Berufsfachschule sowie der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite. Eine Besonderheit in Suhl ist das duale System der Berufsfachschule, innerhalb dessen die Absolventen nach erfolgreichem Abschluss nicht nur ihr schulisches Zeugnis, sondern gleichzeitig den Gesellenbrief erhalten. Diese Kombination aus fundierter Theorie und handwerklicher Praxis genießt einen hervorragenden Ruf und ist einmalig für das Büchsenmacherhandwerk in Deutschland.

Der aktuelle Prüfungsausschuss für das Büchsenmacherhandwerk besteht aus Horst Knopf als Ausschussvorsitzendem (2.v.r.), Stellvertreter Frank Freuße (2.v.l.), Axel Hommel (links) und Lutz Henneberg (rechts) von der Berufsfachschule für Büchsenmacher und Graveure sowie Rico Stephan (Mitte), der die Arbeitnehmerseite vertritt.