
92 Auszubildende stellen sich der Gesellenprüfung im Kfz-Handwerk
Teil 1 und 2 der gestreckten Gesellenprüfungen sind jeweils in mehrere Schwerpunktaufgaben unterteilt, die nach einem Kundenauftrag selbständig zu lösen sind.
In Teil 1 musste unter anderem ein Fehler im Start- und Ladesystem eines Fahrzeuges diagnostiziert werden. Weiterhin galt es, ein Bremssystem zu überprüfen und vorgegebene Teile an der Bremsanlage zu wechseln. Auch ein Fahrzeug mit schlecht startendem Motor wartete auf die Prüflinge. Diese Aufgabe umfasste Verschleißmessungen ebenso wie Demontage und Montage des Zahnriemensatzes.
Um sich in Teil 2 zu bewähren, mussten die angehenden Gesellinnen und Gesellen beispielsweise eine Voruntersuchung zur HU an einem Hochvoltfahrzeug durchführen und alle dafür relevanten elektronischen Systeme auslesen und bewerten. Doch damit nicht genug, denn die Fehlerursache musste zusätzlich am datenbusvernetzten System ermittelt werden. Auch Störungen am Motormanagement eines Fahrzeugs galt es korrekt zu diagnostizieren und eine Abgasanalyse zu erstellen. Eine weitere Aufgabe war das fachgerechte Wechseln einer Fahrwerkskomponente. Bei der anschließenden Fahrwerksvermessung wurde sichtbar, ob alle Arbeiten korrekt ausgeführt wurden.
An den praktischen Prüfungen wirkten täglich bis zu acht Prüfer unter der Leitung des Gesellenprüfungsausschussvorsitzenden Nico Messerschmidt mit. Prüfungsbeste mit einer Note von 1,43 in der gestreckten Gesellenprüfung Teil 1 im Sommer 2026 wurde Laura Fritz von der Max Schultz Automobile GmbH aus Suhl.

Laura Fritz von der Max Schultz Automobile GmbH in Suhl schnitt als Beste der gestreckten Gesellenprüfung Teil 1 im Sommer 2026 mit der Note 1,43 ab.