
Thüringer Ministerpräsident besuchte Walldorfer Schreinerei
Die Schreinerei Hartmann GmbH in Walldorf gehörte in diesem Jahr zu den Stopps der Sommertour des Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt. Der 1987 gegründete Handwerksbetrieb der beiden Inhaber Nicole Kindermann und Thomas Hartmann hat sich auf Arbeiten im Innenausbau spezialisiert. Das Besondere: Kundenwünsche werden von Innenarchitektin und Schreinerin Nicole Kindermann individuell geplant und im gleichen Betrieb handwerklich umgesetzt.
Zu Gast beim Handwerk erfuhr der Regierungschef, welchen Herausforderungen sich der Mittelstand gegenüber sieht und welche Anregungen die Politik aufgreifen sollte. Zur Sprache kam hier unter anderem das Vergaberecht in Thüringen, bei dem Firmen vor Ort in Konkurrenz zu bundesweit tätigen, größeren Unternehmen häufig das Nachsehen hätten und somit Wertschöpfung in der Region verloren gehe. Der Ministerpräsident verwies auf das reformierte Vergaberecht in Thüringen und unterstrich, dass auch das Handwerk von größeren Bau- und Investitionsvorhaben der öffentlichen Hand profitieren müsse.
Mit Blick auf die Lehrlingsausbildung im Handwerk regten Nicole Kindermann und Thomas Hartmann eine kompaktere theoretische Ausbildung an. Thomas Hartmann, Vorstandsmitglied der Schreinereiinnung Rhön-Rennsteig, brachte zudem die Idee eines bundesweiten Lehrlingsaustauschs ins Gespräch, um die Ausbildungszeit inhaltlich flexibler zu gestalten. Erfahrungen als Ausbildungsbetrieb konnte die Schreinerei zuletzt mit Hanna Krannich sammeln, die ihre Lehre im Unternehmen kürzlich erfolgreich mit ihrem Gesellenbrief abschließen konnte und nun zum siebenköpfigen Team der Schreinerei gehört.

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt im Gespräch mit Schreinerin Hanna Krannich (l.) sowie André Müller, Vorstand der Handwerkskammer Südthüringen, Nicole Kindermann, Isabell Heidenreich, Geschäftsführerin des Tischlerverbandes Thüringen e.V. und Thomas Hartmann (v.l.n.r.).