
Haarstudio Susann Lenz aus Breitenbach feiert 35-jähriges Bestehen
„Bei Dir weiß ich: Dir kann ich alles erzählen!“ Dieser Satz, den Susann Lenz immer wieder von ihren Kunden hört, beschreibt das Geheimnis ihres Erfolges vielleicht am allerbesten. Das Haarstudio Susann Lenz in Breitenbach ist mehr als nur ein Friseursalon – es ist ein Ort des Vertrauens, der Gespräche und handwerklichen Könnens, das unter anderem auch schon bei internationalen Meisterschaften für Furore gesorgt hat. Dieses besondere Engagement wurde jetzt im Rahmen des 35-jährigen Firmenjubiläums am 25. Oktober gewürdigt, als Handwerkskammerpräsident Mike Kämmer die Ehrenurkunde der Handwerkskammer Südthüringen überreichte.
Susann Lenz gründete ihr Unternehmen in den Wirren der Wendezeit, als Breitenbach auf einmal ohne Friseur dastand – zunächst noch ohne Meisterbrief, aber mit umso mehr Leidenschaft und Ausdauer. „Mein Mann musste damals schmerzlich erfahren, dass nicht um 18 Uhr der Hammer fällt“, blickt sie heute zurück. Neben dem Aufbau des Geschäfts und dem Umzug in die heutigen Geschäftsräume zog sie auch noch ihre kleine Tochter groß. „Ohne die Familie und gute Freunde geht das nicht!“, erinnert sie sich. Das ganze Dorf habe bei der Erziehung mitgeholfen.
Diese Verbundenheit setzt sich im Umgang mit den Kunden fort. „Ich habe schon mit Kunden zusammen gebaut!“, scherzt Lenz und spielt damit auf intensive Gespräche während des Frisierens an, etwa über Hausplanungen und andere große Vorhaben. „Man tauscht sich aus und ist erfahrener.“ Diese Mischung aus handwerklicher Perfektion und zwischenmenschlicher Wärme schafft ein tiefes Verständnis und treue Stammkunden, die teils regelmäßig aus Berlin oder Nürnberg anreisen und betonen: „Das kann keiner so!“
Auch die nächste Generation hat dieses besondere Verhältnis zur Kundschaft verinnerlicht und steht bereits in den Startlöchern: Tochter Sandra Lützelberger übernimmt den Betrieb zum Jahreswechsel und führt ihn unter dem neuen Namen „Traumhaarschmiede“ weiter. Der Begriff „Schmiede“ betont dabei die handwerkliche Kunst, während der „Traum“ Sandra Lützelbergers Ziel beschreibt: Sie möchte den Wünschen ihrer Kunden gerecht werden und ihnen zu ihrer ganz persönlichen Traumfrisur verhelfen.
Sandra hatte eigentlich zuerst Maskenbildnerin werden wollen, folgte dann aber dem Rat ihrer Mutter: „Mach erstmal deine Ausbildung zur Friseurin!“ Schnell stellte sie fest: „Die Arbeit ist toll!“ Seither hat sie bei neuen Herausforderungen nie nein gesagt. Ihr gesunder Respekt vor der kommenden Unternehmerrolle wird deshalb von großem Optimismus getragen. Auf besorgte Nachfragen von Freunden – „Hast Du Dir das gut überlegt?“ – antwortete sie trocken: „Nein!“ und lachte. „Das wird schon!“ Doch natürlich hat sie sich vorab intensiv beraten, sowohl mit ihrer Familie, als auch mit den Betriebsberatern der Handwerkskammer. Außerdem bleibt Mutter Susann Lenz ihren Kunden erhalten: „Ich arbeite ganz normal weiter, aber der Druck ist weg“, sagt sie. Die Verantwortung für ihr Lebenswerk sieht sie bei Sandra in guten Händen: „Sie hat den Überblick!“

HWK-Präsident Mike Kämmer gratulierte Susann Lenz und Sandra Lützelberger zu ihrem Friseursalon mit Herz. (v.l.n.r.)