
Tischlerinnungen Eisenach und Rhön-Rennsteig fusionieren zur „Tischlerinnung Werra-Rhön-Rennsteig”
Zum Jahreswechsel haben sich die Tischlerinnung Eisenach und die Tischlerinnung Rhön-Rennsteig zusammengeschlossen. Der Zusammenschluss schafft mit der neu gegründeten Tischlerinnung Werra-Rhön-Rennsteig eine starke Interessenvertretung für das Tischler- und Schreinerhandwerk in der Region und soll Synergien beispielsweise bei Aus- und Weiterbildung und Betriebsentwicklung ermöglichen.
Neben rückläufigen Mitgliederzahlen in einigen Landkreisen hat vor allem der Wunsch nach gebündelter Berufsvertretung, effizienterer Organisation und stärkerer Präsenz gegenüber der Handwerkskammer, den Kommunen und der Politik den Zusammenschluss befördert. In den vergangenen Jahren hatte es in der Region bereits mehrere Innungszusammenschlüsse gegeben, auf deren Erfahrungen nun aufgebaut werden konnte: So vereinten sich etwa die Tischlerbetriebe aus der Innung Meiningen-Hildburghausen und Suhl im Januar 2018 zur Tischlerinnung Rhön-Rennsteig. Im November 2019 folgte dann die Fusion mit der ehemaligen Tischler-Innung Schmalkalden.
Um den Beruf des Tischlers in ihrem Einzugsbereich weiter zu stärken, setzt die Tischlerinnung Werra-Rhön-Rennsteig mehrere Schwerpunkte. Hierzu gehört einerseits die Nachwuchsarbeit, indem sie die Ausbildung und die Gesellenprüfungen für den gesamten Kammerbezirk Südthüringen koordiniert und an gemeinsamen Weiterbildungs- und Qualitätsstandards arbeitet, gestärkt durch den Tischlerverband Thüringen e.V. und den Bundesverband Tischler Schreiner Deutschland. Doch nicht nur jungen Fachkräften sollen verlässliche Entwicklungspfade aufgezeigt werden, sondern auch den Mitgliedsunternehmen. Hierzu dienen die Interessenvertretung gegenüber den Landkreisen, den Auftraggebern und auch innerhalb der Handwerksorganisation, sowie ebenfalls die Förderung regionaler Vermarktungsaktivitäten und des Erfahrungsaustausch unter den Tischlerinnen und Tischlern der Innung.
Die neu gegründete Interessensvertretung wird – wie bereits der dazugehörige Tischlerverband Thüringen e.V. – durch die Geschäftsstelle der Kreishandwerkerschaft Schmalkalden-Meiningen/Suhl mit Sitz in Schmalkalden geführt. Geschäftsführerin ist Isabell Heidenreich.
Kontinuität in der Führung
Zum Obermeister wurde Thomas Hartmann (Schreinerei Hartmann, Walldorf) einstimmig von der Mitgliederversammlung gewählt. Frank Döll, derzeit noch amtierender Obermeister der Tischlerinnung Rhön-Rennsteig und Inhaber der Tischlerei Döll GmbH in Meiningen, stellte sich nicht noch einmal als Obermeister zur Wahl. Er tritt ab dem neuen Jahr an zweite Stelle und wird als Stellvertretender Obermeister an der Seite von Thomas Hartmann stehen. Auch er wurde einstimmig gewählt.
Als weitere Vorstandsmitglieder wurden gewählt: Lutz Gebel (Die Möbelmacher, Eisenach), Marco Jaeger (kükomo – Gesunde Möbel, Schmalkalden), Adam Kirchner (Treppen Kirchner, Struth-Helmershof), David Latuske (Bautischlerei Latuske, Benshausen), Sebastian Reum (Tischlerei Reum GmbH, Breitungen), Jan-Albrecht Schwertfeger (Innenausbau Schwertfeger GmbH, Eisenach), Martin Weißbrodt (Tischlerei Martin Weißbrodt, Suhl)

Der Vorstand der neuen Innung: Martin Weißbrodt, David Latuske, Sebastian Reum, Thomas Hartmann, Lutz Gebel, Frank Döll, Jan-Albrecht Schwertfeger, Adam Kirchner, Marco Jaeger (v.l.n.r.)